Wasserwacht Berg beschafft UW-Drohne Chasing

Derzeit laufen die Einweisungen der Einsatzkräfte der SEG WW Berg für die neu beschaffte Unterwasserdrohne Chasing, die seit Februar 2024 von der Ortsgruppe Berg beschafft wurde. Als Ergänzung zum vorhandenen SIMRAD Sonargerät dient sie der Identifizierung von festgestellten Objekten unter Wasser und zur Schulung der Sonarmannschaft beim Bewerten der Aufzeichnungen.

Beschreibung:

Mit der technischen Absuche mittels Sidescan-Sonar lassen sich große Gewässerflächen systematisch und schnell nach vermissten Personen oder Gegenständen absuchen. Festgestellte Aufzeichnungen auf dem Sonarbildschirm können über GPS zielgerichtet angefahren und durch Bojen gekennzeichnet werden. Im Einsatzfall überprüft dann der Rettungstaucher die gekennzeichnete Stelle und stellt fest, ob es sich um das gesuchte Objekt handelt.

Die erfolgreiche Absuche mit Sonargeräten hängt jedoch stark von den Erfahrungen der Bedienmannschaft ab; das abgebildete Sonarbild entspricht oftmals nicht der Realität und bedarf der Bewertung der Sonarmannschaft, ob der festgestellte Punkt das Setzen einer Boje rechtfertigt. Aus diesem Grund ist es wichtig, dass die Sonarmannschaft überprüfen kann, um welchen Gegenstand unter Wasser es sich beim jeweiligen Aufschrieb handelt. Hierdurch kann eine zunehmende Professionalisierung erreicht werden, da man so zukünftig die festgestellten Aufschriebe mit den überprüften Erfahrungen verbinden kann. Dies ist insbesondere im Übungsbetrieb der Fall, wo Taucher in der Regel nicht vor Ort sind. Mit der durch die UW-Drohne gemachten Feststellung kann man somit den Tauchern schon vor dem Abtauchen mitteilen, was sich unter Wasser befindet oder wie man eine mögliche Bergung durchführt.

Es besteht die Möglichkeit durch die Drohne Bilder oder Filmsequenzen anzufertigen. Über den angebauten Greifarm können kleine Gegenstände gleich geborgen oder die Drohne mit dem jeweiligen Suchobjekt verbunden werden. Die eingesetzten Rettungstaucher können dann am Drohnenkabel entlang direkt zum Suchobjekt abtauchen. Das in einer Trommel verwendete Kabel zur Steuerung der Drohne mit einer Länge von 200 m ermöglicht einen ausreichenden Arbeitsradius. Bei größeren Tauchtiefen oder bei Nacht kann die integrierte LED-Beleuchtung das Umfeld der Drohne entsprechend ausleuchten.

Zusammenfassung:

– Innovatives modernes und digitales Einsatzmittel

– Möglichkeit der Identifizierung von Objekten, die mittels Sidescan-Sonar festgestellt wurden

– Schulung der Sonarmannschaft bei der Bewertung des Sonaraufschriebs

– Dokumentation durch Bild- und Filmaufnahmen der Objekte in 4K Qualität

– Gewinnung von Hinweisen für nachfolgende Arbeiten bei Bergung durch Taucher

– Möglichkeit des Einsatzes an Kunstbauten und Wehranlagen, wo der Taucheinsatz aufgrund der Gefahrenlage nicht möglich ist

– Einsatz auch zur Nachtzeit möglich durch integrierte LED Beleuchtung

– Großer Einsatzradius durch Kabellänge von 200 m

– Möglichkeit des Einsatzes in großen Tiefen bis 100 m ohne Dekompression

– Einsatz bei Suchmaßnahmen bei besonders belastendenden Umständen wie Personensuche unter Eis

– Bergung kleiner Objekte durch angebauten Greifarm

– Markierung von aufgefundenen Objekten durch Verbinden der Drohne über den Greifarm mit dem Suchobjekt und Möglichkeit über die Kabelverbindung hingeführt zu werden

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