Am Samstag den 04.06.2022 unterstützen 8 Berger Wasserwachtler die Nürnberger Wasserwacht beim ersten Festival nach der Corona Pause. Alle im Zuständigkeitsbereich anfallenden Verletzungen und Blessuren wurden nach Möglichkeit behandelt, schwerere an den Rettungsdienst übergeben.
Die Berger Sanitäter beim Festival 2022
Auf den Campingplätzen und im SAN-Zelt der Wasserwacht Nürnberg unterhalb des kleinen Dutzendteichs waren die Berger in ihrer 12-stündigen Tagesschicht als Erstversorgerteams auf Streife und bei der Behandlung und Betreuung der bedürftigen Festivalteilnehmer tätig. Es konnten viele interessante Eindrücke unter Einsatzbedingungen gewonnen werden. Die Zusammenarbeit in Teams mit anderen Ortsgruppen aus ganz Bayern lief reibungslos ab, Erfahrungen und Wissensstände wurden untereinander ausgetauscht und bei der Behandlung zur Anwendung gebracht.
Von der Möglichkeit des Festivalbesuchs neben der Dienstzeit wurde natürlich Gebrauch gemacht…
Am 03.07.2022 herrschte in Roth wieder Ausnahmezustand:
Der Challenge 2022 – der Ultra-Triathlon schlechthin in Deutschland, war das bestimmende Ereignis im Landkreis Roth. Mit von der Partie war auch die Berger Wasserwacht mit dem Einsatzboot, 2 Bootsführern und 2 Wasserrettern. Bereits am Vortag wurde das Boot zum Main-Donau-Kanal bei Heuberg verbracht. Um 04.00 Uhr startete dann die Mannschaft zum Einsatz nach Roth. Nach dem Schwimmstart stand man an der Schwimmstrecke für medizinische Notfälle im Wasser bereit. Hier wurde durch Wasserretter Benedikt Nießlbeck ein Wadenkrampf erfolgreich bekämpft, so dass die betreffende Athletin den Wettbewerb fortsetzen konnte.
Wasserwacht Berg bei der Überwachung des Schwimmwettbewerbs
Nach dem Schwimmwettbewerb wurden alle Boote in der Schleuse Eckersmühlen zu Tal abgeschleust. Nach einer kurzen Pause kam als nächster Auftrag die Überwachung des Marathonlaufs, der auf dem Betriebsweg des Main-Donau-Kanals entlang ging. Auch hier musste eine Athletin von der Laufstrecke abgeholt und zum Sammelpunkt transportiert werden. Neben den 3,8 km Schwimmen hatten die Sportlerin da schon 180 km Radfahren und 10 km Laufen hinter sich. Bei sommerlichen Temperaturen kamen nicht nur die Sportler ins Schwitzen. Um 17.00 Uhr wurden wir dann aus dem Einsatz entlassen. Nachdem wir unser Boot an der Lände Roth aus geslippt und die Ausrüstung verstaut hatten, ging es zurück nach Berg.
In der Wasserrettung ist Zeit ein wichtiger Faktor, der über das Wohl oder Wehe eines Ertrinkenden entscheiden kann. Für die Wasserretter der Wasserwacht ist es deshalb enorm wichtig, möglichst schnell zu der in Wassernot befindlichen Person zu kommen.
Üblicherweise kommen dann Rettungsschwimmer bzw. Wasserretter oder Rettungskräfte mit Motorrettungsbooten zum Einsatz. Bei einer längeren Schwimmstrecke oder im Fall, dass ein Rettungsboot erst noch ins Wasser eingesetzt werden muss, kann die zeitliche Dauer dieser Maßnahme zum Problem für die erfolgreiche Rettung werden.
Der iAQUA-SeaDart Scooter der Wasserwacht Berg bei der Vorführung
Abhilfe kann hier ein „Wasserretter-Transportfahrzeug für Über- und Unterwasser“ schaffen, welches schnell ins Gewässer eingebracht werden kann und sofort einsatzbereit ist. Die Wasserwacht Berg hat deshalb für ihre Schnelleinsatzgruppe (SEG) einen See- und Tauchscooter iAQUA SeaDart beschafft, womit der Rettungsschwimmer/Wasserretter schnellstmöglich zur Einsatzstelle kommt.
In 5 Geschwindigkeiten bis zu 15 km/h schnell über und unter Wasser
Beim iAqua SeaDart handelt es sich um einen akkubetriebenen Scooter, der mittels Jetantrieb den Wasserretter mit einer Geschwindigkeit von bis 15 km/h transportiert. Das Einsatzgerät ist auch für eine Verwendung über und unter Wasser bis zu einer Tiefe von 20 m geeignet. Die Geschwindigkeit des Scooters kann in 5 Stufen eingestellt werden; aus Sicherheitsgründen kann auch eine maximale Tauchtiefe eingestellt werden. Der im Gerät verbaute Lithium-Ionen-Akku ermöglicht eine Verwendungsdauer von ca. 70 Minuten bis zur nächsten notwendigen Aufladung.
Transport einer bewusstlosen Person mit dem SeaDart
„Innovationen sind wichtig für eine zeitgemäße moderne Wasserrettung“, meint Norbert Nießlbeck als Technischer Leiter der Wasserwacht Berg. „Man muss deshalb stets Neuentwicklungen im Wassersport prüfen, ob sie dem Zweck „Wasserrettung“ dienen und diesen verbessern können. Mit dem iAQUA SeaDart optimieren wir für unsere Wasserretter eine schnellstmögliche Rettung; man kann das Gerät aber natürlich auch bei Suchmaßnahmen und anderen Aufgaben im Gewässer verwenden.“
Crash-Rettung nach Verbringen zur geeigneten BergestelleUnsere Wasserretter nach erfolgreicher Übung mit Vorsitzendem und Technischem Leiter der KWW
Finanziert wurde das neue Einsatzmittel über Spenden und durch die Unterstützung des Fördervereins der Wasserwacht Berg e.V. Michael Zaschka, 1. Vorsitzender der Wasserwacht Berg, begrüßt die Neubeschaffung. „Die Wasserwacht Berg hat in den letzten 10 Jahren erhebliche Eigenmittel für die Ausstattung der SEG WW Berg Wasserrettung investiert. „Wir können heute eine personell und materiell vollausgestattete Schnelleinsatzgruppe, die alle üblichen Fachdienste wie Wasserretter, Boot und Rettungstauchen bedienen kann, in den Einsatz schicken“.
Auch in diesem Jahr war die Wasserwacht Berg wieder als Unterstützung der Wasserwacht in Kiel an den Ostseestränden vertreten. 11 Berger Wasserretter waren von 07. bis zum 15. August 2021 an der Kieler Förde, um dort als Rettungsschwimmer, Sanitäter, Bootsführer und Strandwachleiter Dienst zu leisten.
Hierbei hatten sie sich um vielerlei „kleine“ Verletzungen zu kümmern und dabei Erste Hilfe zu leisten. Ein größerer Bootseinsatz mit dem Seenotkreuzer Berlin verlief zum Glück glimpflich ab. Außerdem wurden verschiedene Übungen am Strand absolviert, um im Ernstfall professionell Hilfe leisten zu können.
Ein Highlight war der Besuch der Abschlussklasse der Berufsfeuerwehr Kiel; hierbei wurde die Zusammenarbeit von Feuerwehr, Rettungsdienst und Wasserrettung geübt.
Einen besonderen Einsatz hatten 5 Berger Rettungsschwimmer, die die Passagiere des Kreuzfahrtschiffes AIDA vor dem An-Bord gehen auf das Corona-Virus getestet haben. Bei diesem Einsatz konnte man auch gleich einen Eindruck über den Betrieb und Ablauf an Bord des Ozeanriesens gewinnen.
An den Abenden konnten alte Kontakte gepflegt und aufgefrischt und neue geknüpft werden. Wie in den Vorjahren war es wieder eine gute Zusammenarbeit mit der Wasserwacht Kiel und den anderen unterstützenden Ortsgruppen der Wasserwacht aus dem gesamten Bundesgebiet. Bereits bei der Heimfahrt war klar, dass auch 2022 wieder Berger Wasserretter an der Ostsee Dienst leisten werden.
Die Wasserwacht Berg beteiligte sich heuer anders wie bisher an der gemeindlichen Aktion „RamaDama“. Nachdem durch die Corona Maßnahmen die übliche Sammelaktion nicht möglich war, entschied man sich, die Badestelle an der Röthbrücke im Rahmen einer Taucherfortbildung abzusuchen.
Die Rettungstaucher der Schnelleinsatzgruppe der Wasserwacht Berg nach der Arbeit
So konnte man gleich 2 Vorteile vereinen:
Geübt wurde im Halbkreissuchverfahren die Zusammenarbeit zwischen Taucher und Signalmann sowie das Führen nach Leinenzugzeichen.
Zusätzlich wurde der Bereich der Badestelle von Müll gesäubert, um für die bevorstehende Badesaison wieder ein natürliches und sauberes Badegewässer ohne Verletzungsgefahr vorzufinden.
Die derzeitige Wetterlage von Frost und Schnee birgt auf unseren Gewässern wieder einmal die Gefahr des Einbrechens und somit die Notwendigkeit einer schnellen Rettung/Bergung.
Durch die strengen Frostnächte kann man derzeit denken, dass die auf den Gewässern befindlichen Eisdecken ausreichend tragfähig sind. Zum Frost kamen allerdings noch Schneefälle hinzu, die auf den Eisflächen zum einen „isolierend“ wirken, zum anderen natürlich Zuläufe oder andere Besonderheiten weiß zudecken. Gefahren können so nicht erkannt werden.
Eisrettungsboot bei Übung auf dem Ludwig-Donau-Main-Kanal bei Berg
Aufgrund der Wassertemperaturen um Null Grad ist bei einem eingebrochenen Menschen höchste Eile geboten. Bereits nach 10 Minuten unterkühlt der Körper in dem Maß, dass ein Festhalten nicht mehr möglich ist. Um die Zeit der Verfügbarkeit unserer Rettungsmittel zu verkürzen, wurde das für diesen Zwecke vorhandenen Eisrettungsboot einsatzfertig auf unser Schlauchboot geladen. Es entfällt somit die Zeit von einigen Minuten an der Unfallstelle, um das Boot einsatzfähig zu machen. Unsere Wasserretter können damit sofort nach Eintreffen an der Unfallstelle mit der Rettung beginnen.
Eisrettungsboot für Einsätze sofort verfügbar auf dem Schlauchboottrailer
Hinweisen möchten wir in diesem Zusammenhang noch an die „Eisregeln“ zum Verhalten auf winterlichen Gewässern!
Auch in diesem Jahr war die Berger Wasserwacht wieder beim größten Winterschwimmen Europas, dem Neuburger Donauschwimmen, mit am Start. 24 Teilnehmer der Schnelleinsatzgruppe der Wasserwacht Berg, und zwar 9 Frauen und 15 Männer, machten sich am Samstagmorgen des 26. Januar auf dem Weg. Um 13.00 Uhr stiegen die Rettungsschwimmer, Wasserretter, Rettungstaucher und Bootsführer im Neoprenanzügen in die nur 2°C kalte Donau an der Schleuse Bittenbrunn. Die ca. 4 Kilometer lange Schwimmstrecke wurde von den Donauschwimmern in 45 Minuten bewältigt. Etwas klamm, jedoch frohen Mutes haben alle Teilnehmer die Schwimmstrecke gut gemeistert. Im nahen Parkbad konnte man sich dann aufwärmen und duschen. Berger Wasserwachtler vor dem Sprung in die Donau Die Teilnahme am Winterschwimmen hat in Berg bereits Tradition. Es war die 27. Teilnahme. Mit dem Winterschwimmen demonstrieren die Rettungsorganisationen Ihre Einsatzbereitschaft besonders in der Winterzeit. Das Neuburger Donauschwimmen feierte 2019 Jubiläum: Es fand heuer zum 50. Mal statt. Ingesamt beteiligten sich 1917 Schwimmer; davon 1310 Männer und 607 Frauen daran. Neben der Berger Wasserwacht nahmen noch 222 andere Gruppen von Wasserwacht, DLRG, Feuerwehr, THW, Tauchsportclubs, Bundeswehr und privaten Organisationen teil. Die Gruppen kamen aus 163 Städten und Gemeinden in Deutschland, Frankreich, Slowenien, Polen und Tschechien. Am Abend feierte man dann zusammen mit den anderen Teilnehmern auf dem berühmten Donauschwimmerball. Nachdem das Neuburger Donauschwimmen immer in der Faschingszeit stattfindet, traf man die Berger Wasserwachtler dann als bunte m+m´s in der Ballhalle, meist auf der Tanzfläche. Nach sehr kurzer Nachtruhe ging es am Morgen zurück, damit man um 13.00 Uhr bereits wieder beim Kinder- und Jugendtraining der WW Berg im Hallenbad in Neumarkt am Beckenrand war.
Bob der Baumeister lebt! Die Wasserwacht Berg auf dem Donauschwimmerball 2020
Auch in der Sommerpause des Hallenbades waren die Berger Wasserwachtler aktiv und sorgten für die Sicherheit der Badegäste und bei Veranstaltungen.
Beim Festival „Rock im Park“ in Nürnberg unterstützten 8 Rettungs-schwimmer aus Berg beim Sanitätsdienst. An zwei Tagen wurden 120 Wachstunden geleistet.
6 Rettungsschwimmer fuhren wieder im August für eine Woche nach Kiel an die Ostsee zur Unterstützung der Strandwache. Außerdem war eine Berger Rettungsschwimmerin am Timmendorfer Strand bei Lübeck bei der DLRG-Strandwache. Hier wurden insgesamt 668 Stunden geleistet.
Start des Wachdienstes auf dem TurmAlle unsere Wachgänger bei der Strandwache in Kiel/Ostsee 2019
Auch in unserem heimischen Gefilden waren wir aktiv:
Im Naturbad Deining wurden durch die Berger Wasserwacht über 400 Wachstunden geleistet. Somit hat die Wasserwacht Berg im Sommer 2019 knapp 1200 Stunden bei Wachdiensten geleistet.
Auch in diesem Jahr haben wir unsere Wasserwacht Kameraden aus Berching bei Ihrer Veranstaltung „Kanal im Feuerzauber“ unterstützt.
Bootsführer Roland Braun bei der Absicherung der Veranstaltung
Mit 4 Bootsführern und 6 Fackelschwimmern waren wir im Einsatz. Unsere Bootsführer waren mit dem Schlauchboot WW Berg 99/1 und mit dem Boot Mörsdorf 99/1 zur Absicherung der Veranstaltung und für Transporte auf dem Wasser unterwegs.
Die Fackelschwimmer brachten die Sängerplattform in Position und unterstützten dann beim Feuerwerk, das mal wieder fantastisch war.
Der Kanal in Flammen bzw. im Feuerzauber!Auf dem Boot Mörsdorf 99/1 bekamen wir Besuch aus Parsberg!
Simon Klein, Gaetano Caminita und Benedikt Nießlbeck von der Berger Wasserwacht nahmen an der Wasserretter-Ausbildung 2019 bei der KWW Neumarkt teil. Am 07. Juli absolvierten sie mit Erfolg das Modul 3 der Ausbildung, das Übungen in strömenden Gewässern fordert. Zu diesem Zweck verlegte man am frühen Sonntag Morgen nach Kelheim, wo man intensiv in Theorie und Praxis dann im Donaudurchbruch von Weltenburg bis Kelheim übte. Trotz großer Anstrengung waren unsere „Wasserretter in Spe“ mit Freude dabei.
Unsere neuen Wasserretter sind ab sofort für die Einsätze bereit!
Der Abschluss der Ausbildung und die Prüfung waren dann am Sonntag, 21.07.2019 am Main-Donau-Kanal in Berching, die alle drei mit Erfolg bestanden haben. Wir gratulieren dazu ganz herzlich!
Übergabe der Wasserretter-Urkunden nach der Prüfung in Berching